Vollentsalzung

  • Ronald 

Heizung Vollentsalzung

Bericht unseres Mitarbeiters Herrn Mario Amadori – 28.09.2016

Bei der Heizungs-Vollentsalzung geht es darum, dass unser übliches Wasser aus dem Wasserhahn aufbereitet werden muss. Die Gesetzliche Grundlage dazu ist die VDI 2035 sowie die Hersteller Angaben von allen Heizungsherstellern.

Unser Wasser welches wir aus dem Wasserhahn entnehmen ist nicht 100%ig „rein“. Es entspricht der Trinkwasserverordnung als Lebensmittel, ist aber für eine Heizungsanlage nicht geeignet.

Beispiele für Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung

Bezeichnung Grenzwerte
Benzol 1 μg/l
Arsen 0,01 mg/l
Blei 0,01 mg/l
Eisen 0,2 mg/l
Magnesium
Natrium 200 mg/l
Calciumcarbonat (Wasserhärte)             

— nicht bestimmt (keine Grenzwerte vom Gesetzgeber)

Problem:

Für Heizungswasser ist die sogenannte Wasserhärte von Relevanz. Je härter das Wasser ist, desto mehr wird die Heizung mit den Leitungen und den Heizkörpern beschädigt, bis hin zur völligen Zerstörung. Je härter das Wasser, desto mehr Kalk ist im Wasser.

Begründung:

Der Kalk im Wasser setzt sich in der Heizung auf den heißen Oberflächen ab (vergleichbar mit dem Wasserkocher). àBereits 1mm Kalk = ca. 10% Energieverlust!!!

Die im Wasser enthaltene „Verunreinigungen“ wie Salze und Metalle (Magnesium, Eisen, Kupfer usw.), sammeln sich in der Anlage und sorgen dort für Korrosion.

korrodiertes Heizungsrohr                                        verkalkte und korrodierte Heizspirale

Dies führt unweigerlich zur völligen Zerstörung!

Bei den modernen Anlagen mit leistungsstarken Wärmetauschern führt dies innerhalb kürzester Zeit zum Versagen!

Um auch bei alten Anlagen noch einen maximalen Schutz zu bieten, ist auch hier nur ein Auffüllen mit vollentsalztem Wasser möglich.

VDI 2035

Die Vorschrift besagt, dass alle Heizungen (abhängig von der Leistung) zum Schutz der Heizungsanlage nur mit einem Wasser gefüllt werden darf, welches eine elektrische Leitfähigkeit (Anteil von Salzen und Metallen im Wasser) von weniger als 100 μs und eine Wasserhärte von Null Grad Deutscher Härte hat. Die Hersteller von Heizungen schreiben dies auch vor. Bei Nichteinhaltung erlischt die Gewährleistung.

Zum Vergleich:

In Budenheim liegt die Wasserhärte bei ca. 20 Grad Deutscher Härte und die elektrischen Leitfähigkeit bei ca. 650 μs.

Eine Heizungsanlage welche nicht nur „gewartet“, sondern fachgerecht vom Meisterbetrieb in regelmäßigen Abständen ordnunggemäß durchgeführt wird, kann viele Jahrzehnte gute Dienste leisten. Die Investitionskosten amortisieren sich bereits nach wenigen Jahren.

Haben Sie ein Behälter in dem das warme Brauchwasser vorgehalten wird? Wenn ja, dann haben Sie vielleicht einen hochwertigen Behälter aus Edelstahl. Gehören Sie jedoch zu den 90%, welche ein normalen „Standard“ Behälter haben, so verfügt dieser über eine „Opferanode“.

Was ist eine Opferanode?

Eine sogenannte „Opferanode“ ist ein unedles Metall, welches zum Schutz des normalen „Standard“ Behälter dient. Die eigentlich stattfindende Korrosion in dem Behälter wird auf ein Minimum Reduziert, da die Korrosion in erster Linie an der „Opferandode“ stattfindet. Diese opfert sich, wie der Name bereits sagt. In der Regel handelt es sich hierbei um ein Magnesium Stab, welcher vom dem kalklhaltigen Wasser zersetz wird. Somit wird der eigentliche Behälter, welcher in der Regel aus Guss oder Stahl besteht nicht angegriffen vom dem kalkhaltigen Wasser. Die Oxydation findet dann an dem Magnesium – Stab statt.

Beispiel für eine NEUE Opferandode.           So kann IHR Warmwasserbehälter aussehen, mit verbrauchter Opferanode und nicht regelmässig sauber gemacht

….weiter Ausführungen folgen

Bericht unseres Mitarbeiters Herrn Mario Amadori – 28.09.2016


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